optische Prismen

Die Bezeichnung Prisma stammt ursprünglich aus der Geometrie und benennt einen Zylindrischen Körper der durch Parallelverschiebung entstanden ist. In der Optik wird eine Spezialform des geometrischen Körpers als Prisma bezeichnet der zwar auch Zylindrisch ist aber ein Dreieck als Grundfläche besitzt. Die optischen Eigenschaften solcher Prismen hängen von verschiedenen Faktoren ab. Das ist zum Einen die Winkel der Dreiecksfläche ( durch verschiedene Winkel wird das Licht unterschiedlich gebrochen ) und das Material aus dem die Prismen bestehen. Glas bricht ( Richtungsänderung des Lichts ) die Lichtwellen anders als Kunststoff und ebenso unterscheidet sich auch das Reflektionsverhalten.

Diese beiden Eigenschaften werden auch mit Brechzahl bezeichnet nach der die Winkel der Prismengrundfläche ( je nach Verwendungszweck ) berechnet werden. Je nach Bauart der Prismen kann man das einfallende Licht in seine Farben trennen, also einen mehrfarbigen Lichtstrahl erzeugen, oder es total reflektieren ( die Eintrittsfläche des Lichts ist auch gleichzeitig die Austrittsfläche ). Diese Totalreflexion kommt vor allem bei Ferngläsern zur Anwendung ( Prismenferngläser ). Bei Prismenferngläsern nutzt man die Eigenschaften der Prismen zur gezielten Lichtumlenkung um so das Bild aufzurichten. Die hierbei Verwendeten Prismen nennt man Umkehrprismen ohne deren Eigenschaften das Bild verkehrt herum durch unser Auge auf die Netzhaut projiziert werden würde. Es werden aber nicht nur Prismen mit einer dreieckigen Grundfläche verwendet.

Als Beispiel soll hier das Pentaprisma dienen das eine fünfeckige Grundfläche hat und zur Umlenkung der Lichtwellen um 90
° benutzt wird. Das Bild bleibt hierbei Seitenrichtig und werden die Reflektionsflächen eines Pentaprismas nicht verspiegelt kann es sogar zur Beobachtung der Sonne ( mit vorgeschalteten Filtern ) genutzt werden. Ein Pentaprisma lässt sich allerdings nur bei Refraktoren einsetzen. In Spiegelreflexkameras wird auch noch das Pentadachkantprisma verbaut bei dem eine der vier spiegelnden Flächen durch zwei rechtwinklig zueinander stehende Flächen ersetz werden um das Bild zu spiegeln. Dachkantprismen werden aber nicht nur in Spiegelreflexkameras verbaut sonder auch in Ferngläsern genutzt. Der Vorteil der Dachkantprismen ist, dass sich durch ihre Verwendung die Baulänge von Ferngläsern reduziert und sie sich nicht nur für eine stufige Vergrößerung eignen sondern auch für eine stufenlose ( Zoom ).