Fernrohrbefestigung

Der richtige Stand

Selbst das beste Teleskop ermöglicht keinen guten und störungsfreien Blick in den nächtlichen Sternenhimmel, so lange dieses nicht solide und stabil, also schwingungsfrei aufgestellt wird. Unerlässlich hierfür ist eine hochwertige Fernrohrbefestigung, welche einen stabilen Stand gewährleistet und eine genaue Ausrichtung des Teleskops zulässt. Kann man bei Reiseteleskopen und kleineren Fernrohren schonmals mit einem Fotostativ gute Resultate erzielen, bedarf es bei größeren und leistungsfähigeren Geräten jedoch einer sehr soliden Aufstellung. Grundsätzlich gilt es bei der Fernrohrbefestigung zu beachten, dass das Fernrohr auf zwei Achsen beweglich ist und sich problemlos auf jeden Punkt im Himmel ausrichten lässt.

Die Dimensionierung der Fernrohrbefestigung ist hierbei abhängig von Größe (Länge) und Gewicht des Instruments - auch eine Sicherheitsreserve sollte in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden.

Grundsätzlich unterscheidet man bei der Fernrohrbefestigung zwei Varianten:
1) Die azimutale Montierung
Bei dieser Art der Fernrohrbefestigung wird das Teleskop auf einer senkrechten und einer waagerechten Achse montiert. Da die Sterne allerdings schräg, von Ost nach West über den Horizont wandern, muss das Instrument zur Verfolgung eines anvisierten Objektes relativ umständlich über beide Achsen geführt werden. Auch verfügt diese Art der Befestigung in der Regel nicht über eine Feinbewegung, so dass das Teleskop per Hand geführt werden muss.
Aus diesem Grund findet diese Art der Fernrohrbefestigung in der Regel auch nur bei günstigen und kleineren Einstiegsmodellen Benutzung.

2) Die parallaktische Montierung
Bei dieser Art der Fernrohrbefestigung ist eine Achse, die Rektaszensionsachse oder Stundenachse, parallel zur Erdachse, also zum Himmelspol weisend, ausgerichtet. Da die scheinbare Drehung des Fixsternhimmels über die Erdachse erfolgt, braucht man das Teleskop lediglich über diese Achse zu bewegen um das einmal eingestellte Objekt im Visier zu behalten.

Die zweite Achse ist die sogenannte, die Deklinationsachse. Diese Achse verläuft in einem Winkel von 90 Grad zur Stundenachse. Durch Einstellungen an dieser Achse können Himmelskörper auf verschiedenen Höhen und Winkeln am Himmel fixiert werden.
Bei allen Fernrohrbefestigungen dieser Art, wird die Verfolgung der anvisierten Objekte mittels einer dafür vorgesehenen Feinbewegung durchgeführt. Dies erfolgt entweder durch die manuelle Nachregelung mittels eines Zahnrads oder durch einen kleinen, an die Nachführung angeschlossenen Motors, welcher die Erddrehung automatisch ausgleicht. Dieser Motor ist auch für die Langzeitfotografie des Nachthimmels unerlässlich.