- Achromate
- Astrofotografie
- Astronomie
- Brennweite
- Farbfilter
- Ferngläser
- Fernrohrbefestigung
- Fernrohre
- Flattener
- Fokus
- Linsen
- Linsenfernrohre
- Mond
- Naturbeobachtung
- Objektive
- Okular
- Partner
- Planeten
- Refraktor
- Reisefernrohr
- Skywatcher
- Sonnenbeobachtung
- Spektive
- Spiegelfernrohre
- Spiegelreflex
- Stativ
- Sternwarten
- Teleskop
- Weitwinkel
- optische Prismen
Unter dem Begriff Ferngläser fasst man all die optischen Geräte zusammen, die entweder monokular oder binokular durch spezielle Linsen- und Prismenanordnungen Gegenstände in der Ferne darstellen und vergrößern können. Bei den monokularen Geräten handelt es sich um Fernrohre oder Spektive. Von binokularen Ferngläsern spricht man, wenn das Gerät für beide Augen getrennte Strahlengänge besitzt. Zudem unterscheiden sie sich durch Größe und Gewicht von monokularen Geräten. Ferngläser mit zwei Strahlengängen lassen sich in zwei Gruppen unterteilen. Einfache Theater- oder Operngläser sind klein und kompakt, ihre Vergrößerung liegt zwischen dem 1,5- bis 5-fachen. Die Strahlengänge sind jeweils durch eine konvexe Objektiv- und eine konkave Okularlinse aufgebaut. Man spricht bei dieser Aufbauweise, die keine Bildumkehr benötigt, vom Galilei-Fernrohr-Prinzip. Im Gegensatz dazu stehen die Prismenferngläser, die nach dem Kepler-Fernrohr-Prinzip aufgebaut sind. Häufig wird hier auch der Begriff des Feldstechers verwendet. Die wesentlichen Bauelemente dieser Ferngläser setzen sich aus drei optischen Elementen zusammen. Das Objektiv, welches aus zwei bis fünf Linsen besteht, bündelt das eintreffende Licht und liefert zuerst eine falsche Abbildung (verkleinert, auf dem Kopf stehend und seitenverkehrt). Die nachfolgende Prismenanordnung korrigiert das Bild, verändert aber noch nicht die Größe. Erst das Okular, welches sich aus drei bis fünf Linsen zusammensetzt, sorgt für eine Vergrößerung des abgebildeten Gegenstandes. Bei den zuvor erwähnten Prismen unterscheidet man verschiedene Formen, die entweder durch Totalreflexion oder aber durch Spiegelschichten für das aufrechte, seitenrichtige Bild sorgen. Porroprismen lenken die Lichtstrahlen für eine korrekte Abbildung in verschiedene Richtungen hin und her. Pro Strahlengang werden zwei dieser Prismen benötigt. Ferngläser mit verbauten Porroprismen zeichnen sich durch ihre breite Bauform mit weit auseinander stehenden Objektiven aus. Dachkantprismen weisen eine komplexe Verspiegelungstechnik auf. Pro Strahlengang benötigt ein Fernglas zwei dieser Prismen, die, bedingt durch ihre versilberte Oberfläche, weniger Licht passieren lassen als Porroprismen. Wichtige Prismenformen der Dachkantprismen sind das Uppendahl-Prisma, das Schmidt-Pechan-Prisma sowie das Abbe-König-Prisma, die sich je nach Qualität und Anbieter in den unterschiedlichen Ferngläsern wiederfinden. Wichtig für die Beurteilung von Ferngläsern sind einige optische Eigenschaften, wie z.B. Vergrößerungszahl und der für die Bildhelligkeit verantwortliche Objektivdurchmesser. Ferngläser sind mit einer unterschiedlichen Transmissionsrate (Lichtdurchlässigkeit) ausgestattet. Je höher die Transmission, desto realer die Bildwiedergabe, besonders bei schwachem Lichteinfall. Ferngläser mit einer Transmission von um die 90% sind als qualitativ hochwertig zu bezeichnen. Sehfeld und Schärfentiefe sind ebenfalls wichtige Kriterien, sie sind aber variabel zu betrachten, da sie von menschlichen Faktoren wie Konstitution, Alter und eigener Sehschärfe beeinflusst werden. Daneben werden Ferngläser mit Bildstabilisierung angeboten, die es dem Betrachter auch bei unruhigem Untergrund, z.B. auf einem Schiff oder während des Laufens, ermöglichen, ein relativ wackelfreies Bild betrachten zu können. |
|||