Farbfilter - eine Vielzahl von Möglichkeiten

Die wohl bekanntesten Farbfilter sind so genannte "Vorsatzfilter" für Kameras, die vor das Objektiv der Kamera geschraubt werden und dort entweder nur eine bestimmte Farbe zum Objektiv gelangen lassen oder (was aber seltener vorzufinden ist) nur eine Farbe herausfiltern. Sie bestehen meist aus gefärbtem Glas, Gelatinefolien oder Kunststoff. Das selbe Prinzip wird häufig ebenfalls in der Beleuchtungstechnik angewand.

Außer diesen - jedem geläufigen - Farbfiltern existiert allerdings noch eine Vielzahl weiterer Farbfilter, wie zum Beispiel extra für Teleskope entwickelte. Sie werden hier beispielsweise zur Kontraststeigerung von Mond- und Planetenbeobachtungen benötigt, da diese Licht und Überstrahlungen dämpfen, mit Hilfe selektiver Filterung Kontraste und Auflösung erhöhen und somit Ermüdungserscheinungen der Augen vorbeugen. Im Bezug auf Teleskope fungieren Linsen ebenfalls als Farbfilter. Bei einem Linsenteleskop wird das hereinfallende Licht mit Linsen (oder auch Objektiven) gesammelt. Das hierbei entstandene Bild wird mit Hilfe eines Okulars betrachtet.
Ein Okular ist ein Linsensystem, das vorrangig für Ferngläser, Fernrohre, Teleskope oder auch Mikroskope verwendet wird. Die Aufgabe des Okulars besteht darin, das bei einem Teleskop entstandene Bild auf der so genannten "Fokalebene" für das menschliche Auge sichtbar zu machen, indem es ein Bild auf die Netzhaut projiziert.

Da die Austrittspupille des Okulars mit der Eintrittspupille des Auges übereinstimmt, ist das in dem Linsenteleskop erstellte Bild für das menschliche Auge optimal sichtbar.
Hierbei unterscheidet man zwischen dem Galilei- Teleskop und der Form des Kepler- Teleskops. Während das Galilei-Fernrohr als Okular eine Zerstreuungslinse kleinerer Brennweite verwendet, kombiniert das Kepler- Teleskop zwei Sammellinsen verschiedener Brennweiten: ein Objektiv (oder auch Objektlinse) von langer Brennweite und ein Okular von geringer Brennweite. Es kommt so zu einer Kreuzung der Strahlengänge innerhalb des Teleskops, wodurch zunächst ein auf dem Kopf stehendes Bild erzeugt wird, während bei dem Galilei-Fernrohr kein solches Zwischenbild entsteht. Allerdings entsteht durch diese Bauweise ein kleines Sehfeld, was die Lokalisierung der zu beobachtenden Gegenstände erschwert. Es wird daher häufig als Opernglas oder Fernrohrbrille verwendet.