- Achromate
- Astrofotografie
- Astronomie
- Brennweite
- Farbfilter
- Ferngläser
- Fernrohrbefestigung
- Fernrohre
- Flattener
- Fokus
- Linsen
- Linsenfernrohre
- Mond
- Naturbeobachtung
- Objektive
- Okular
- Partner
- Planeten
- Refraktor
- Reisefernrohr
- Skywatcher
- Sonnenbeobachtung
- Spektive
- Spiegelfernrohre
- Spiegelreflex
- Stativ
- Sternwarten
- Teleskop
- Weitwinkel
- optische Prismen
Generell bezeichnet die Brennweite (Kurzzeichen: f) den Abstand, in dem sich parallel auf eine Linse einfallende Lichtstrahlen in einem Punkt, dem Brennpunkt, bündeln, also die Entfernung der Linse zu ihrem Brennpunkt. Zerstreuungslinsen, das sind konkave Linsen, weisen im Gegensatz zu den konvex geformten Sammellinsen eine negative Brennweite auf. Die Qualität eines Fernrohrs oder eines Teleskops kann daran gemessen werden, wie weit entfernte oder wie schwach leuchtende Sterne mit dem Teleskop am Himmel noch ausgemacht werden können. Sie hängt zum einen von der Größe der Öffnung, also des Objektivs und des Spiegels ab, zum anderen von der Brennweite. Dividiert man die Brennweite (z.B. 900 mm) eines Teleskops durch dessen Öffnung (150 mm), erhält man die aussagekräftige Zahl für das Öffnungsverhältnis (in diesem Beispiel 6). Das Objektiv dieses Teleskops wird dann als 150 f/6 bezeichnet. Die Brennweite wird auch zur Bestimmung des möglichen Vergrößerungsfaktors des Geräts herangezogen. Bei einer Brennweite von 900 mm und einem 30-mm-Okular ergibt sich ein Vergrößerungsfaktor von 30. Die Austrittspupille, also der Lichtaustritt am Okular, die ebenfalls ein wichtige Kenngröße für die Qualität eines Teleskops ist, errechnet sich aus dem Quotienten von Okularbrennweite und Öffnungsverhältnis (im vorliegenden Beispiel: 5). Auf dem Markt sind Teleskope unterschiedlichster Brennweite verfügbar, die alle für einen speziellen Einsatzzweck ihre Berechtigung haben. So weisen Kleinteleskope Brennweiten von 500 bis 700 mm auf. Da jede Vergrößerung allerdings auch Störgrößen wie die Beugung des Lichts und die Luftunruhe mit sich bringt, führt eine Vergrößerung der Brennweite nicht automatisch zu einer verbesserten Ansicht des Motivs. Ein Hobby-Astronom sollte darüber hinaus unbedingt beachten, dass mit zunehmender Brennweite der wahrnehmbare Himmelsausschnitt immer kleiner wird. Bei hochwertigen Geräten müssen alle Parameter ausgezeichnete Eigenschaften aufweisen und aufeinander angestimmt sein. So macht eine größere Brennweite nur dann Sinn, wenn auch die Teleskopöffnung einen entsprechenden Durchmesser aufweist. Professionelle Teleskope können mit Brennweiten von bis zu 3000 mm glänzen. Das berühmte Hubble-Weltraumteleskop verfügt sogar über eine Brennweite von 57,6 Metern. |
|||