Astronomie

Astronomie als eine der ältesten Wissenschaften der Menscheheit, ist in Abgrenzung zur Astrologie mit der sie gemeinsame Wurzeln hat, die Wissenschaft, die sich mit der Betrachtung, Klassifizierung und Kathegorisierung von Himmelskörpern, im weitesten Sinn befasst. Das uns umgebende Weltall, die Sterne, Planeten, Galaxien, Monde und andere Objekte bieten Gelegenheit zur wissenschaftlichen Analyse der Materie, zur Strahlenmessung, und zu rein existentiellen Fragestellungen, die auch unsere Position als Menschen im Weltall betreffen. Die Kosmologie beschäftigt sich im Gegensatz zur Astronomie, die aus reiner Betrachtung und Analyse wissenschaftliche Erkenntnis fördert, mehr mit der Entstehungsgeschichte des uns bekannten Universums als Ganzes, bezogen auch auf seine physikalischen Bestandteile.

Die Astronomie, wie wir sie heute kennen, konnte sich jedoch erst mit der Erfindung des Fernrohrs, welches eine detailliertere Betrachtung der uns umgebenden Himmelskörper ermöglichte, wissenschaftlich vorangetrieben werden. Das Fernrohr, welches grundsätzlich aus mindestens zwei optischen Linsen besteht, wurde im frühen 17 Jh. erfunden und bald von Galileo Galilei, wie von Johannes Kepler erheblich perfektioniert. Als Erfinder des Spiegelteleskops gilt Issac Newton, der damit als erster den Himmel nach Planeten absuchte. Schon frühe Betrachtungen des Nachthimmels in der Antike, gaben Anlass zu mannigfaltigen Theorien, aber erst mittels besserer Teleskope war ein vertiefter Blick ins All möglich. Bald wurden schon weit entfernte Planeten des Sonnensystems entdeckt und benannt. Galileo stieß bereits 1610 auf die beweglichen Jupitermonde. 1781 wurde dann von F. W. Herschel mit einem verbesserten Spiegelteleskop, der Uranus entdeckt, der anfänglich sogar für einen Meteorit gehalten wurde. Erst Mitte des 19 Jahrhundert entdeckte man den bis dahin achten Planet, Neptun.

Neben der reinen Betrachtung der Planeten und anderer Gestirne und Asteroiden, befasst sich die Astronomie auch mit den Grundlagen der Himmelsmechanik, der Planetologie sowie der Analyse verschiedener Körper im Weltall, anderer Sonnensysteme und ferner Welten. Zur Erforschung der unendlich scheinenden Weiten des uns bekannten Universums werden heute immer größere Spiegelteleskope benötigt, oder auch andere Techniken, etwa wie die der Radioteleskope eingesetzt, die mit ausgesendeten Radiowellen arbeitet. Die bemannte und unbemannte Raumfahrt und ihre Projekte bilden einen weiteren wichtigen Aspekt der Astronomie, da mit dieser Forschung praxisorientierte Erkenntnisse gewonnen werden können, die über reine Betrachtung und Hypothesen hinausführen.